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Chinakohl – Gesund in den Winter

Chinakohl ist gesund und schmeckt lecker

Der Winter steht vor der Tür. Die Abwehrkräfte des menschlichen Körpers werden immer häufiger in Anspruch genommen. Chinakohl kann mit seinen wertvollen Inhalten maßgeblichen Anteil daran haben, dass unser Immunsystem den Anforderungen gewachsen ist. Zudem enthält Chinakohl kaum Kalorien und kann prima beim Abnehmen helfen. Das Wintergemüse ist ein idealer Allrounder und sollte regelmäßig gegessen werden.

Aktuell isst jeder Deutsche in etwa 2,5 Kg Chinakohl pro Jahr. Die Tendenz ist allerdings steigend und das ist auch gut so. Denn der Kohl ist wahrlich gesund.

Chinakohl enthält wie alle Kohlsorten große Mengen an Vitamin C. 26 mg Vitamin C stecken in 100 g Chinakohl. Vitamin C aktiviert das Immunsystem und schützt vor Krankheiten und Erkältungen. Die empfohlene Tagesdosis von 100 mg Vitamin C kann durch eine große Portion Chinakohl bereits zu 50% gedeckt werden. Das seltene B-Vitamin B9 – Folsäure – ist ebenfalls in Chinakohl enthalten, welches gerade für Schwangere von enormer Bedeutung ist. Da beide Vitamine hitzeempfindlich sind, sollte Chinakohl immer nur kurz gedünstet oder als Rohkost gegessen werden.

Zudem liefert der Chinakohl noch weitere B-Vitamine sowie Mineralstoffe und Spurenelemente. In großen Mengen gegessen macht Chinakohl nicht nur satt, sondern kann auch zur Deckung des Tagesbedarfs einiger Nährstoffe beitragen.

Chinakohl hilft beim Abnehmen

Chinkohl ist ein ideales Lebensmittel, um abzunehmen. Er enthält nur sehr wenige Kalorien, dafür aber wichtige Vital- und Ballaststoffe. Chinakohl kann zudem in großen Mengen gegessen werden. So hilft Chinakohl dabei auf die erforderliche Tagesportion Gemüse zu kommen. Er macht satt, sodass weniger andere (eventuell ungesunde) Lebensmittel gegessen werden müssen.

Chinakohl ist somit ideal für Diäten und zur Schonkost geeignet. Unbedingt sollte auch die koreanische Variante Gimchi ausprobiert werden. Bei diesem koreanischen Nationalgericht wird Chinakohl milchsauer vergoren. So lässt sich der Kohl haltbar und besser verträglich machen. Die Milchsäurebakterien machen den Kohl haltbar und haben zudem noch gesundheitliche Vorteile für nützliche Bakterien im Magen-Darm-Trakt. Diese Methode entspricht in etwa unserer Methode Sauerkraut einzumachen.

Chinakohl ist kalorienarm

Chinakohl enthält lediglich nur 12 Kalorien pro 100 g und kann damit prima beim Abnehmen helfen. Damit ist er eines der kalorienärmsten Lebensmittel überhaupt. Er besteht neben zahlreichen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen fast nur aus Wasser. Die enthaltenen Nährstoffe tragen dazu bei den jeweiligen Tagesbedarfs zu decken. Enthalten sind Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und Phosphor in nennenswerten Mengen.

Da Chinakohl in großen Mengen gegessen werden kann, ist er ideal dazu geeignet den Körper mit Nährstoffen zu versorgen und gleichzeitig nicht zu viele Kalorien zu liefern.

Chinakohl enthält wertvolle Ballaststoffe

Chinakohl enthält wertvolle Ballaststoffe. Diese Ballaststoffe sorgen für eine gesunde Verdauung und können beim Abnehmen helfen. Ballaststoffe sorgen dafür, dass die Nahrung länger im Magen und kürzer im Darm verweilt. Das macht länger satt, verbessert die Verdauung sowie die Aufnahme von Nährstoffen. Zudem binden Ballaststoffe schädliche Stoffe im Magen-Darm-Trakt und leiten diese aus dem Körper.

Da der Darm generell für die Gesundheit des Menschen von großer Bedeutung ist, liefert Chinakohl einen wertvollen Beitrag zu einem gesunden Körper. Somit lässt sich mit Chinakohl auch ideal abnehmen.

Antioxidantien im Chinakohl für eine gute Gesundheit

Im Chinakohl stecken eine Menge gesunder Glucosinolaten. Die Schwefelverbindungen wirken antioxidativ und wie ein natürliches Antibiotikum und sorgen für den typischen Geschmack des Kohls. Die Eigenschaften sorgen für eine krebshemmende Wirkung, in dem sie freie Radikale im Verdauungstrakt unschädlich machen und die Organe vor Zellschäden schützen.

Die Glucosinolate im Chinakohl bekämpfen Parasiten wie Bakterien und Pilze im gesamten Magen-Darm-Bereich und töten diese ab. Chinakohl wirkt regelmäßig eingenommen somit wie ein leicht verträgliches Antibiotikum. Die Vorteile auf die Darmflora sind bei dem Verzehr von Chinakohl jedoch sehr positiv im Gegensatz zur Antibiotika-Einnahme. Chinakohl sollte also regelmäßig gegessen werden, da er den Magen-Darm-Trakt durchputzt und Bakterien und Parasiten hemmt.

Chinakohl hat positive Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel. Die Schwefelverbindungen sorgen für einen Abbau des schlechten LDL-Cholesterins und tragen dazu bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

Glucosinolate zeigten in mehreren Studien positive Resultate bei der Bekämpfung von Krebs. Nicht nur die antioxidative Wirkung der Senföle beugt Krebs vor. So zeigte sich, dass diese Senföle auch vor Brustkrebs schützen können, indem sie positiv auf den Hormonhaushalt wirken.

Kohlrabi ist im Gegensatz zu anderen Kohlsorten, die ebenfalls reich an Senfölen sind, leichter verdaulich. Somit ist Kohlrabi eine prima Alternative für alle, die Probleme mit schwer verdaulichen Kohlsorten haben.

Glucosinolate sind in allen Kohlgemüsen sowie Senfsaaten, Meerettich, Kressen, verschiedenen Rettich- und Rübensorten sowie in Radieschen und Kohlrabi enthalten. Kohlrabi, Kresse und Brokkoli haben den höchsten Anteil an diesen äußerst gesunden Senfölen.

Chinakohl ist leicht verträglich

Chinakohl schmeckt weit milder als herkömmlicher Kohl und wirkt sich auch nicht so stark blähend auf den Verdauungstrakt aus. Das macht ihn bekömmlicher als andere Kohlsorten. Nichts desto trotz wirkt auch Chinakohl verdauungsfördernd dank der enthaltenen Inhaltsstoffe.

Weitere positive Auswirkungen von Chinakohl

Beeindrucken für eine Kohlsorte ist der hohe Anteil an Aminosäuren. Gerade bei Diäten fehlt oft Eiweiß. Die Aminosäuren können dazu beitragen wichtige Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Auch für den Aufbau eines funktionierendes Immunsystems ist Eiweiß wichtig, welches aus Aminosäuren gebildet wird.

Chinakohl Rezepte

Chinakohl lässt sich extrem vielseitig einsetzen. So können aus dem Kohl problemlos Salate, Suppen und Frühlingsrollen hergestellt werden. Durch seinen milden Geschmack eignet sich der Chinakohl perfekt als Beilage zu saftigem Schweine- oder Geflügelfleisch. Gerade in der asiatischen Küche sind dem Chinakohl keine Grenzen gesetzt. In Europa ist die Kohl-Hack-Pfanne sehr beliebt. Dabei werden Zwiebel, Möhren und Hackfleisch gemeinsam angebraten. Später kommen Gemüsebrühe, Schmand, eine Paprikaschote und der Chinakohl dazu. Dank der kurzen Garzeit ist der deftige Eintopf in Kürze zubereitet und schmeckt einfach fantastisch.

Chinakohl kann jedoch auch als Rohkost-Salat gegessen werden. So bleiben alle wertvollen Inhaltsstoffe des Chinakohls erhalten und er kann seine ganze gesundheitliche Wirkung entfalten. Beim starken und vor allem langen Erhitzen von Chinakohl gehen bis zu 60% der Glucosinolate verloren. Auch Vitamin C und einige B-Vitamine sind hitzeempfindlich. Daher sollte Chinakohl immer nur gedünstet werden. Bei Kohl-Pfannen oder Eintopf-Gerichten sollte der Chinakohl erst kurz vor Ende der Garzeit hinzugegeben werden.

Das Kochwasser sollte mitverwendet werden, um möglichst viele Nähr- und Vitalstoffe zu erhalten. Daraus lässt sich z.B. eine sehr leckere Sauce zubereiten.

Als gesunder und schneller Salat empfiehlt sich der Chinakohlsalat mit Sonnenblumenkernen.

Chinakohl Lagerung

Chinakohl sollte immer so frisch wie möglich zubereitet werden. Nach dem Kauf lässt er sich maximal eine Woche im Kühlschrank lagern. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass der Chinakohl keine Druckstellen hat. Diese faulen sehr schnell, sodass der ganze Kohl bei Druckstellen zügig verdirbt. Frisch enthält der Chinakohl auch noch die meisten Nähr- und Vitalstoffe.

Fazit zu Chinakohl

Chinakohl kann man ohne Bedenken häufig essen. Vitamin C und Glucosinolate stärken das Immunsystem und beugen Krankheiten sowie Krebs vor. Der Kohl hat beinahe keine Kalorien und kann gerade im Winter dazu beitragen nährstoff- und vitaminreich zu essen. Chinakohl ist zudem sehr günstig, macht lange satt und lässt sich vielseitig zubereiten. So präsentiert er sich als absoluter Allrounder in der modernen Küche.

Chinakohl – Anbau

Chinakohl stammt ursprünglich tatsächlich aus China. In Europa ist er erst seit gut 150 Jahren bekannt. Chinakohl ist vermutlich eine Kreuzung aus Rübe und Kohl (Pak Choi). Das verleiht ihm den typisch milden Geschmack.

Mittlerweile kann Chinakohl aber auch bei uns angebaut werden. Üblicherweise wird Chinakohl im Herbst ausgesät und kann schon bereits 8 Wochen später geerntet werden. Die Pflege ist nicht so anspruchsvoll wie bei anderen Kohlsorten, benötigt er nur regelmäßig Wasser und ggf. ein wenig Düngung.

Chinakohl wächst sehr schnell und gewinnt ebenso schnell an Gewicht dazu. So können nach 8 Wochen bereits mehrere Kilo Chinakohl pro Quadratmeter geerntet werden.
Chinakohl ist jedoch nicht wirklich winterfest. So sollte der kälteempfindliche Chinakohl unbedingt vor Nachtfrost geschützt werden.

Somit kann Chinakohl ab Mai bis in den Spätherbst angebaut werden. Im Winter sollten die Beete jedoch abgedeckt werden. Da Chinakohl ein Kreuzblütler ist, sollte darauf geachtet werden diesen nicht jedes Jahr auf dem gleichen Beet anzubauen.

Chinakohl aus eigenem Anbau schmeckt noch knackiger und frischer als gekaufter Chinakohl. Das macht Sinn, denn gekaufter Chinakohl hat bereits meist mehrere Tage Transport hinter sich. Direkt nach der Ernte enthält das gesunde Wintergemüse nicht nur die meisten Nähr- und Vitalstoffe, Mineralien, Spurenelemente und Vitamine, sondern schmeckt auch einfach am besten. Um so mehr lohnt sich ein Anbau im eigenen Garten oder Gewächshaus. Zum Anbau auf dem Balkon ist Chinakohl eher nicht geeignet. Zu viel Platz nimmt der einzelne Kohl weg.

Aktuell werden knapp 40.000 Tonnen Chinakohl in Deutschland pro Jahr angebaut. Vom beliebtesten deutschen Kohl, dem Weißkohl werden ca. 480.000 Tonnen pro Jahr angebaut. Ein Teil des Kohls wird aus Polen und umliegenden Nachbarstaaten importiert.

Artikelbild: © emuck – Fotolia.com

Geschrieben von Stephan Depta

Seit knapp 10 Jahren beschäftigt sich Stephan Depta schon mit Ernährung und den Auswirkungen von gesundem Essen auf den menschlichen Körper. Er ist zudem begeisterter Sportfan und immer auf der Suche nach Neuigkeiten zum Thema Ernährung und Fitness.

Die hier dargestellten Inhalte werden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und sind lediglich zur allgemeinen Weiterbildung und für interessierte Leser zur Fortbildung gedacht. Sie stellen keine Behandlungsempfehlung dar, noch sind sie als Diagnose- oder Therapieanweisung zu verstehen. Die Inhalte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der dargestellten Informationen. Ebenfalls ersetzen die Inhalte keine Beratung durch einen Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker und dienen nicht als Grundlage zur Eigendiagnose. Bei Verdacht auf eine Erkrankung konsultieren Sie immer den Arzt Ihres Vertrauens. Essen-Gesundheit und seine Autoren übernehmen keine Haftung für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die direkt oder indirekt aus der Anwendung der hier dargestellten Angaben entstehen.
Aktualisiert am: 14. März 2019

Kategorien Lebensmittel gemüse

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