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Sellerie – gesunde Inhaltsstoffe

Sellerie gesund

Ob Stauden-, Stangen- oder Knollensellerie. Den würzigen Geschmack erhält die Pflanze durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen. Diese machen den Sellerie auch so gesund. Dies wussten schon die Ägypter, Griechen und Römer, die Sellerie als Grabbeilagen und zum Verzehr nutzten. Seit dem 16. Jahrhundert wird der Sellerie auch in Europa als Arzneimittel benutzt. Der Sellerie strotzt vor nützlichen und gesunden Inhaltsstoffen sowie Vitaminen.

Sellerie – der alter Allrounder

Die Pflanzengattung Sellerie (Apium) umfasst 30 Arten und ist nahezu weltweit verbreitet. Die Wildform kommt besonders in salzreichen und feuchten Gebieten vor und ist in Deutschland sowie Österreich stark gefährdet oder ausgestorben.
Als Heilpflanze und Gemüse dient vor allem der Echte Sellerie (Apium graveolens). Allerdings ist auch die wilde Form des Selleries sehr gesund und wurde von den alten Kulturen genutzt. Schriftliche Überlieferungen nach, diente der Wildsellerie schon den alten Ägyptern (1200 und 600 v. Chr.) als Heilpflanze. Auch andere alte Kulturen, wie die Perser oder Römer, nutzten Sellerie um verschiedene Leiden zu heilen.

Sellerie – Variationen

Die heutigen verschiedenen Formen des Selleries gehen alle auf die Wildform des Sumpfselleries zurück, welcher kultiviert wurde. In den folgenden Absätzen werden die verschiedenen Formen mit wenigen Worten vorstellt.
Der Knollensellerie verfügt über eine große rundliche Rübe. Die gesamte Pflanze ist mit kleinen Ölgängen versehen, in welchen sich das für den typischen Geschmack verantwortliche ätherische Öl befindet.
Der Staudensellerie, auch Bleichsellerie genannt, verfügt über ein kleine Wurzelknolle und lange fleischige Blattstiele. Die blasse Färbung wird durch eine Beeinträchtigung der Chlorophyllbildung durch Abdeckung erreicht.
Schnittsellerie hat eine kaum ausgeprägte Knolle. Die Blätter ähneln denen der Petersilie und werden häufig als Gewürzkraut verwendet.

Sellerie – Inhaltsstoffe

Die Inhaltsstoffe variieren je nach Sellerieform in Konzentration und Verteilung. Allerdings ist allen Sellerieformen gemein, dass sie kaum Kalorien enthalten und damit hervorragend eine Diät unterstützen können. In den folgenden Absätzen werden die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Sellerie im Allgemeinen, und Knollensellerie sowie Staudensellerie im Speziellen, vorgestellt.

Sellerie wenig Kalorien – viele Nährstoffe

Da Sellerie sehr kalorienarm ist (ca. 20 Kalorien / 100g), können wir ihn als gesundes Gemüse nur empfehlen. Sellerie ist gesund, enthält wenig Kohlenhydrate, kaum Fett und keinen Zucker. Das Gemüse ist dafür reich an verschiedenen Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und Vitalstoffen. Im Besonderen sind hier Flavonoide, ätherischen Öle und Polysaccharide zu nennen. Dank Vitamin B1, B2, Folsäure (Vitamin B9) B12, Vitamin C und E sowie den Mineralstoffen Kalium, Calcium und Eisen regt Sellerie den Kreislauf und Stoffwechsel an. Seine vielen Inhaltsstoffen bauen Stress ab und beruhigen die Nerven. Zudem entwässert er dank eines hohen Kaliumgehaltes milde, wirkt harntreibend, belebt und fördert die Bildung von Magensäure. Sellerie unterstützt Blase und Leber und wirkt entschlackend. All diese Eigenschaften können sich Menschen mit Gicht- und Rheumaerkrankungen zunutze machen. Zudem wird dem Sellerie eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.

Sellerie – Ätherische Öle gegen Bluthochdruck

Die bereits erwähnten ätherischen Öle haben eine entspannende Wirkung auf die Gefäßwände und können diese weiten. Dadurch kann das Blut mit einem wesentlich niedrigeren Druck fließen. Die Folge: Bluthochdruck wird abgebaut – Sellerie senkt den Blutdruck. So sind die Polysaccharide für die positive Wirkung des Gemüses auf das Herz-Kreislauf-System verantwortlich.

Sellerie wirkt zudem antioxidativ und entzündungshemmend, was Arteriosklerose vorbeugen kann. Bei Arteriosklerose kommt es durch Entzündungen und Verletzungen der Arterienwände zu Einlagerungen. Die Einlagerungen verstopfen die Blutgefäße und begünstigen dadurch Gerinnselbildung und Infarkte.
Die Polysaccharide haben ebenfalls eine schützende Wirkung auf den Magen, indem sie die Säurebildung regulieren und damit die Bildung von Magengeschwüren verhindern. Zudem ist Sellerie ein basisches Lebensmittel und kann somit die Magensäure neutralisieren.

Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe) im Sellerie schützen das Gehirn indem sie Eiweißablagerungen verhindern. Dadurch wird Altersdemenz entgegengewirkt.

Knollensellerie

Knollensellerie zubereiten

Der Knollensellerie enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. So ist die Pflanze reich an Kalium, Natrium, Eisen, Phosphor, Vitamin C und Vitamin B.
Eine besondere Wirkung hat das ätherische Öl, dass sich in jedem Organ des Knollenselleries finden lässt. Dieses enthält einen großen Anteil an Phthaliden, welche für den typischen Selleriegeschmack und „Maggi“-Geruch verantwortlich sind. Phthalide stimulieren den Speichelfluss und die Verdauungssäfte. Zudem wird die Leber- und Nierenfunktion unterstützt, was die körpereigene Entgiftung verbessert.

Staudensellerie

Staudensellerie enthält Calcium, Nitrat sowie Magnesium und damit drei der wichtigsten Mineralstoffe für die Muskeln, Knochen und das Nervensystem. Vitamin A, C, D, E und verschiedene B-Vitamine sind in dem Gemüse ebenfalls enthalten.
Staudensellerie eignet sich hervorragend um Gicht, Arthritis oder Rheuma zu bekämpfen. In der Pflanze finden sich verschiedene Polyine, welche den Abtransport verschiedener Schadstoffe oder Stoffwechselendprodukte, wie beispielsweise Harnsäure, stimulieren.
Zudem wird Staudensellerie laut einer chinesischen Studie eine krebsvorbeugende Wirkung zugeschrieben. Das Flavonoid Apigenin wurde dabei auf seine Wirkung auf Krebszellen der Lunge untersucht. Die Forscher fanden heraus, dass Apigenin das Wachstum der Krebszellen stört und sogar zum Ableben der Krebszellen führen kann. Zudem werden diese in ihrer Mobilität gehindert, welche bei der Metastasenbildung eine wichtige Rolle spielt.

Sellerie zubereiten – im Salat oder der Suppe

Das Zubereiten von Sellerie kann sehr vielfältig sein. Man kann Sellerie roh essen, kochen, andünsten, überbacken oder in einen frischen Smoothie mixen. Sellerie kann als Rohkost im Salat verwendet werden. Viele Menschen kochen oder dünsten ihren Sellerie, wobei ein herrlich würziges Aroma entsteht. Die zarten Sellerieblätter können feingehackt als Gewürz über das fertige Gericht gestreut oder mitgekocht werden. Es bietet sich jedoch an, den Sellerie ab und zu roh zu essen um die Nährstoffe nicht durch Hitze zu zerstören. Knollensellerie sollte vor dem Verzehr unbedingt geputzt, geschält und gewaschen werden. Bei Stangensellerie sollte gründlich gewaschen werden, da sich an diesem Pestizide befinden könnten. Ansonsten steht dem rohen Verzehr des Gemüses nichts im Weg.
Knollensellerie findet häufig Verwendung als Suppengrün, als Beilage zu Salaten, als Schmorgemüse oder als „Sellerieschnitzel“. Die Möglichkeiten der Zubereitung sind sehr vielfältig. Oftmals wird Sellerie auch in Smoothies verwendet. Allerdings ist darauf zu achten, dass das Gemüse länger braucht um verdaut zu werden und sollte nicht in einem leichten „grünen Smoothie“ verwendet werden.
Der Staudensellerie findet in Suppen und Salaten Verwendung. Zudem ist er ebenfalls zum Andünsten oder als Schmorgemüse geeignet.
Schnittsellerie kann als Gewürz für Suppen, Salat, Smoothies, Fleisch, Fisch oder Soßen verwendet werden.

Sellerie zubereiten ist einfach und Bedarf keines großen Zeitaufwandes. Allerdings sollte die Hitzeempfindlichkeit der Nährstoffe beachtet werden. So bietet es sich oftmals an, das Gemüse leicht anzudünsten und dann weiterzuverwenden.

Geschrieben von Stephan Depta

Seit knapp 10 Jahren beschäftigt sich Stephan Depta schon mit Ernährung und den Auswirkungen von gesundem Essen auf den menschlichen Körper. Er ist zudem begeisterter Sportfan und immer auf der Suche nach Neuigkeiten zum Thema Ernährung und Fitness.

Die hier dargestellten Inhalte werden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und sind lediglich zur allgemeinen Weiterbildung und für interessierte Leser zur Fortbildung gedacht. Sie stellen keine Behandlungsempfehlung dar, noch sind sie als Diagnose- oder Therapieanweisung zu verstehen. Die Inhalte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der dargestellten Informationen. Ebenfalls ersetzen die Inhalte keine Beratung durch einen Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker und dienen nicht als Grundlage zur Eigendiagnose. Bei Verdacht auf eine Erkrankung konsultieren Sie immer den Arzt Ihres Vertrauens. Essen-Gesundheit und seine Autoren übernehmen keine Haftung für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die direkt oder indirekt aus der Anwendung der hier dargestellten Angaben entstehen.
Aktualisiert am: 18. Februar 2018

Kategorien Lebensmittel

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