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Kalium

Kalium ist ein wichtiger Mineralstoff, der an zahlreichen Körperfunktionen beteiligt ist. Kalium ist hauptsächlich für die Regulation des Wasserhaushaltes verantwortlich. Ebenfalls eng mit dem Wasserhaushalt ist Natrium verbunden. Beide Stoffe müssen daher in einem ausgeglichenen Verhältnis im Körper vorhanden sein und mit der Nahrung aufgenommen werden. Je mehr Natrium über die Ernährung aufgenommen wird, desto mehr Kalium wird ausgeschieden.

Kalium ist neben der Regulation des Flüssigkeitshaushaltes auch noch bei der Weiterleitung von Nervenreizen beteiligt. Zudem ist die Muskelarbeit von einer ausreichenden Kaliumversorgung abhängig.
Kalium wirkt über drei verschiedene Ebenen auf muskuläre Leistungsfähigkeit. Es baut die Glykogenspeicher in der Muskulatur auf. Es wird bei der Fettverbrennung benötigt und es ist beim Aufbau von ATP beteiligt, dem Energieträger, der letztendlich in den Zellen verbrannt wird.
Bei Kalium- und Magnesiummangel ist die Energieproduktion aus ATP eingeschränkt.

Kaliummangel macht müde und vermindert die Leistungsfähigkeit (vor allem beim Sport). Kalium verlieren wir leicht über den Schweiß. Gerade bei Sauna, intensivem Sport oder an heißen Tagen kann eine Menge Kalium über den Schweiß verloren gehen und muss dem Körper wieder zugeführt werden.
Phosphor in cola-haltigen Getränken sorgt dafür, dass noch mehr Kalium und Magnesium ausgeschieden werden.

Kalium reguliert den Blutdruck

30% der Deutschen haben einen zu hohen Blutdruck. 70% der Schlaganfälle und 50% der Herzinfarkte wären ohne zu hohen Blutdruck vermeidbar gewesen. Bluthochdruck wird durch Stress, Übergewicht und schlechte Ernährung verursacht. Kalium senkt zu hohen Blutdruck und kann auch bei Herzrhythmusstörungen helfen.

Kaliumspiegel anheben

Den Kaliumspiegel anheben zu lassen dauert eine Weile. Magnesiummangel erschwert diesen Vorgang, da Kalium bei gleichzeitigem Vorkommen von Magnesium besser verwertet werden kann. Die Supplementierung sollte nur unter Aufsicht eines Arztes erfolgen.
Eine Supplementierung ist jedoch auch nicht unbedingt empfehlenswert, da Kalium sehr gut über die Ernährung aufgenmomen werden kann.

Kalium in der Ernährung – Lebensmittel

Im ersten Schritt sollte versucht werden, dass nicht zu viel Kalium unnötigerweise ausgeschwemmt wird. Eine salz- und natriumreiche Ernährung schwemmt vermehrt Kalium aus. Auch Alkohol sorgt dafür, dass Kalium aus dem Körper ausgespült wird. Ein Mangel macht sich am nächsten Tag in Form von Kater bemerkbar.

Bei Krankheiten wie Durchfall und Erbrechen verliert der Körper viel Kalium. Zudem können einige Medikamente die Kaliumausscheidung erhöhen. Dazu gehören Schmerzmittel wie Aspirin, Asthmamittel, Cortison oder auch Abführmittel.

Kalium wird auch beim Kochen von Gemüse ins Kochwasser ausgespült. Das Weiterverwenden des Kochwassers oder das Garen von Gemüse ist dementsprechend empfehlenswert. Kartoffeln sollten immer mit Schale gekocht werden, um so den Verlust von Nährstoffen beim Kochen zu reduzieren.

Kalium ist hauptsächlich und in großen Mengen in Obst und Gemüse enthalten, wobei Gemüse mehr Kalium als Obst enthält. Ausnahme sind hier Banane und Aprikose, die beide auf Spitzenwerte beim Kalium kommen. Bananen enthalten zudem noch viel Magnesium und sind so gerade für Sportler und bei Kaliummangel ein idealer Lieferant.
Kaliumhaltiges Mineralwasser kann einen Kaliummangel ebenfalls ausgleichen.  Alternativ können auch Frucht- bzw. Gemüsesäfte getrunken werden. Diese sollten aber immer einen sehr hohen Frucht- (100%!) und Gemüseanteil enthalten.

Top Lebensmittel für Kalium finden Sie in dieser Liste:

  • Gewürze und Kräuter wie Petersilie
  • Hülsenfrüchte wie weiße Bohnen, Erbsen, Linsen
  • grünes Blattgemüse wie Spinat, Feldsalat und Grünkohl
  • weitere Kohlsorten wie Brokkoli
  • Avocado
  • Kartoffeln
  • Pilze wie Champignons
  • Banane und Aprikosen
  • Säfte wie Tomatensaft und Möhrensaft

Geschrieben von Stephan Depta

Seit knapp 10 Jahren beschäftigt sich Stephan Depta schon mit Ernährung und den Auswirkungen von gesundem Essen auf den menschlichen Körper. Er ist zudem begeisterter Sportfan und immer auf der Suche nach Neuigkeiten zum Thema Ernährung und Fitness.

Die hier dargestellten Inhalte werden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und sind lediglich zur allgemeinen Weiterbildung und für interessierte Leser zur Fortbildung gedacht. Sie stellen keine Behandlungsempfehlung dar, noch sind sie als Diagnose- oder Therapieanweisung zu verstehen. Die Inhalte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der dargestellten Informationen. Ebenfalls ersetzen die Inhalte keine Beratung durch einen Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker und dienen nicht als Grundlage zur Eigendiagnose. Bei Verdacht auf eine Erkrankung konsultieren Sie immer den Arzt Ihres Vertrauens. Essen-Gesundheit und seine Autoren übernehmen keine Haftung für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die direkt oder indirekt aus der Anwendung der hier dargestellten Angaben entstehen.
Aktualisiert am: 19. November 2018

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