Cholesterin

Cholesterin ist ein Steroid, das ganz natürlich im Körper vorkommt und an vielen Prozessen beteiligt ist. Es ist reichlich in Gehirn, Nerven und Blutbahnen enthalten.

Cholesterin ist vor allem dadurch bekannt ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sein. Cholesterinablagerungen an den Artierenwänden erhöhen das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt. Früher wurde daher empfohlen auf cholesterinreiche Lebensmittel zu verzichten. Heutzutage weiß man, dass die Ernährung nur geringe Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel hat. Wird die Aufnahme von Cholesterin verringert, erhöht sich automatisch die Körperproduktion und umgekehrt.

Aus der Nahrung aufgenommenes Cholesterin ist also nicht für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich. Die Warnung vor Eiern wegen des hohen Cholesterins ist also unbegründet.

Viel mehr glaubt man heute, dass die Cholesterinablagerungen dazu da sind um beschädigte Blutgefäße zu reparieren. Eine gesunde Ernährung sollte also darauf bedacht sein entzündungshemmende Prozesse zu stoppen und den Körper mit vielen Antioxidantien, Vitaminen sowie Vitalstoffen zu versorgen, um Blutgefäße stabil und geschmeidig zu halten. Auch eine optimale Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Entscheidung bei der Messung von Cholesterin ist das Verhältnis von LDL-Cholesterin (das „schlechte“ Cholesterin) zu HDL-Cholesterin (das „gute“ Cholesterin). LDL-Cholesterin bringt das Fett in Richtung der Zellen. HDL sammelt die Fette (auch an den Gefäßwänden) ein und bringt sie zurück zur Leber. Das Verhältnis von LDL zu HDL sollte nicht höher als 4 sein. Bis zu diesem Wert schafft es das HDL-Cholesterin anscheinend noch ausreichend Fette an den Arterienwänden aufzusammeln.

Ungesättigte Fettsäuren sowie Omega-3-Fette, Vollkornprodukte und Ballaststoffe senken LDL-Cholesterin und das Gesamtcholesterin und verhindern damit Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Der Blutcholesterinwert sollte nicht höher als 200 mg/dl liegen. Alles darüber ist grenzwertig. Ab 240 mg/dl ist das Sterberisiko bereits verdreifacht.

HDL-Cholesterin

HDL-Cholesterin gilt als das „gute“ Cholesterin im Gegensatz zu LDL-Cholesterin, welches als das „schlechte“ Cholesterin gilt. Es sammelt überschüssige Fette aus den Körperzellen auf und transportiert sie zur Leber. Dabei sammelt es auch Fette auf, die sich an beschädigten Blutgefäßen abgesetzt haben und kann somit effektiv Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Ein hoher Wert von HDL-Cholesterin schützt somit vor Arterienverkalkung.

LDL-Cholesterin

LDL-Cholesterin transportiert Fettsäuren in Richtung der Zellen. Während des Transports benötigt man Antioxidantien, damit die Fette nicht von freien Radikalen oxidiert werden können. Oxidierte LDL-Transportmoleküle können sich dabei an beschädigten Blutgefäßen absetzen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

Das LDL-Cholesterin sollte allgemein unter 160 mg/dl liegen, wenn Risikofaktoren wie Übergewicht, familiäre Probleme mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hoher Blutdruck, Übergewicht oder Rauchen vorliegen. Bei Diabetespatienten oder Patienten mit Herzproblemen sollte der LDL-Cholesterinwert unter 100 mg/dl liegen.

Sidebar - Gesunde Ernährung