Insulin

Insulin ist ein sehr wichtiges Hormon des Kohlenhydratstoffwechsels. Es wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, in dem es Körperzellen dazu anregt Glukose aus dem Blut aufzunehmen.

Nach dem Verzehr von kohlenhydratreichen Lebensmitteln steigt der Blutzuckerspiegel. Daraufhin wird von der Bauchspeicheldrüse Insulin gebildet und ausgeschüttet, um den Blutzuckerspiegel wieder zu normalisieren und die Zellen mit der Glukose zu versorgen.

Ist dauerhaft zu viel Insulin im Blut, werden die Zellen resistent. Man spricht von einer Insulinresistenz bzw. Diabetes Typ-2.

Der Gegenspieler von Insulin ist Glucagon, welches ebenfalls in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und dafür zuständig ist den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Dazu regt es die Leber an Glukose aus Glykogen zu bilden.

Melatonin

Melatonin wird auch das Schlafhormon genannt. Es steuert den Tag-Nacht-Rhythmus des Körpers und ist somit entscheidend an der Schlafqualität beteiligt. Die Bildung von Melatonin wird im Gehirn durch Lichtmangel angeregt. Im Gegensatz dazu sorgt Licht für eine Hemmung der Melatonin-Bildung.
Die Melatonin-Konzentration steigt im Laufe der Nacht immer weiter an und sorgt somit für eine Tiefschlafphase in der Nacht.

Melatonin wird aus dem Hormon Serotonin hergestellt, welches wiederum aus der Aminosäure Tryptophan und Zink produziert werden kann. Hohe Serotoninspiegel helfen also beim Ein- und Durchschlafen.

Liegt ein Tryptophan-Mangel vor, kann dies Schlafprobleme verursachen. In diesem Fall empfiehlt sich eine Supplementierung mit Tryptophan, um den Melatoninspiegel zu erhöhen.
Es gibt jedoch auch die Möglichkeit Melatonin direkt zu supplementieren. Das Hormon ist jedoch verschreibungspflichtig.

Im Winter wird der Melatoninspiegel aufgrund des fehlenden Lichts nur unzureichend gesenkt. Ein dauerhaft hoher Melatoninspiegel sorgt für Müdigkeit und Schlafproblemen. Um das Melatonin tagsüber zu senken, sollte auch im Winter regelmäßig das Haus verlassen und die helle Zeit draußen genutzt werden.
Büroarbeitszeiten, fehlende Bewegung und viele Indoor-Aktivitäten, sprich der heutige westliche Lebensstil, tragen dazu bei, dass das Melatonin auch tagsüber erhöht bleibt und beeinträchtigen damit den Tag-Nacht-Rhythmus des Körpers, die Schlafqualität und die Leistungsfähigkeit.

Melatonin kommt in Lebensmittel nur in geringeren Mengen vor. Neben einigen Nüssen, Pilzen, Paprika und Milch enthalten auch einige Getreidearten nennenswerte Mengen an Melatonin. Sinnvoller ist es auf eine tryptophanreiche Ernährung zu achten.
Bananen und Datteln können ebenfalls zur Melatoninversorgung beitragen. Sie enthalten neben Tryptophan auch direkt Serotonin. Zudem ist der Gehalt an weiteren Aminosäuren relativ gering, sodass Tryptophan besser im Gehirn aufgenommen werden kann.

Serotonin

Serotonin ist das sogenannte Glückshormon. Es wird aus Tryptophan und Zink hergestellt. Aus Serotonin wird wiederum das Schlafhormon Melatonin produziert. Ein Serotoninmangel kann also Auslöser für Schlafmangel sein.

Wenn genügend Zink und Tryptophan zur Verfügung stehen, kann Serotonin durch verschiedene äußere Faktoren stimuliert werden. Fröhliche Ereignisse und positive Gegebenheiten sind Situationen in denen der Körper Serotonin herstellt.

Auch beim Joggen werden Glückshormone ausgeschüttet. Bereits tägliches, langsames Joggen erhöht den Serotoninlevel im Gehirn.

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