Chrom

Chrom ist ein essentielles Spurenelement und sehr wichtig im Kampf gegen Diabetes Typ-2. Chrom verbessert den Kohlenhydratstoffwechsel. Insbesondere die Wirkung von Insulin auf die Zellen wird optimiert, sodass Kohlenhydrate besser und schneller in den Zellen und der Muskulatur aufgenommen werden. Der Blutzuckerspiegel wird somit reguliert und starke Blutzuckerschwankungen werden verhindert.
Chrom hilft somit also Heißhunger-Attacken vorzubeugen. Damit beugt Chrom Diabetes Typ-2 vor und hilft beim Abnehmen.
Zudem optimiert Chrom den Fettstoffwechsel und verbessert schädliche Cholesterin-Werte.

Chrom ist noch an einigen weiteren (zum Teil nicht erforschten) Stoffwechselvorgängen beteiligt. So soll Chrom die Aufnahme von Aminosäuren und die Synthese von Proteinen verbessern. Es ist in großen Mengen in den Zellkernen enthalten, sodass vermutet wird, dass es auch an der Zellteilung beteiligt ist.

Die Mindest-Aufnahme sollte bei Gesunden bei 100 µg Chrom liegen.  Eine stark zuckerreiche bzw. kohlenhydratlastige Ernährung erhöht den Bedarf an Chrom. Menschen mit einer schlechter Glukoseverwertung sollten 200 µg pro Tag aufnehmen. Auch Sportlern hilft eine gute Chromversorgung, durch die verbesserte Wirkung von Insulin. Diabetiker können sogar bis zu 400 – 600 µg Chrom täglich aufnehmen, um die Insulinresistenz zu verbessern.

Eine Supplementierung mit Chrom (Chrompicolinat) bis zu 300 µg täglich gilt als sicher. Sogar höhere Dosen zeigten bei längerer Aufnahme keine Nebenwirkungen.

Über die Ernährung lässt sich der Chrombedarf mit Vollkornbrot und Käse decken. Daneben sind Nüsse, Zwiebeln und Pilze die besten Lieferanten von Chrom.

Die Versorgung mit Chrom ist oft nur schlecht gewährleistet, da zu wenig Vollkorn und Nüsse gegessen werden. Ein Mangel an Chrom ist in Deutschland relativ oft verbreitet. Gerade bei der sehr hohen Zahl an Diabetikern könnte Chrom hier eine wirkungsvolle Hilfe darstellen.

Eisen

Eisen ist ein Spurenelement und an zahlreichen Stoffwechselaktivitäten beteiligt. Eisen ist wichtig für den Sauerstofftransport im Blut, indem es an der Bildung von roten Blutkörperchen beteiligt ist. Es hilft beim Austausch von Sauerstoff zwischen Lunge und dem Gewebe und befördert den Sauerstoff zu den benötigten Organen. Eisen ist zudem an der Immunabwehr beteiligt.

Durch fehlenden Sauerstoff, wird die Leistung der Zelle beeinträchtigt. Sportler mit einem Eisenmangel sind deutlich weniger belastbar.

Die tägliche Ernährung kann den Eisenbedarf normalerweise decken. Bei Männer sollte die Aufnahme zwischen 10 und 15 mg Eisen pro Tag liegen. Frauen benötigen etwas mehr, da sie durch die Regel mehr Eisen verlieren als Männer.
Eisen aus tierischen Produkten wird besser aufgenommen als pflanzliches Eisen. Bei pflanzlichen Lebensmitteln erhöht sich jedoch die Eisenaufnahme deutlich, wenn gleichzeitig ausreichend Vitamin C aufgenommen wird. Eisenhaltige Lebensmittel sollten also immer mit Vitamin C reichen Lebensmitteln kombinieren. Beispiel: Steak und Salat

Gewisse Lebensmittel hemmen jedoch die Aufnahme von Eisen. Dazu zählen phosphathaltige Cola, welche die Aufnahme von Eisen im Darm hemmt. Gerbstoffe aus grünem und schwarzem Tee hemmen ebenfalls die Eisenaufnahme. Bei niedrigen Eisenwerten sollte auf solche Lebensmittel zum Essen verzichtet werden.
Ein Umstieg von Weißbrot oder Weißmehlprodukten zu Vollkornbrot mit Sauerteiganteil erhöht die Aufnahme von Eisen deutlich.
Auch die Supplementierung von Kalzium (bindet Eisen) zu den Mahlzeiten ist bei einem niedrigen Eisenwert nicht empfehlenswert.

Ein Eisenmangel kann über eine Blutuntersuchung festgestellt werden. Entscheiden ist hier der Ferritin-Wert. Eine Supplementierung benötigt jedoch mehrere Monate, um die leeren Eisenspeicher wieder zu füllen. Als bestes Supplement ist hier der Eisentransporter Lactoferrin geeignet. Er wird deutlich besser verwertet, als gewöhnliche Eisenpräparate und hat zudem weniger schädliche Nebenwirkungen.

Eisenreiche Lebensmittel sind:

  • Gewürze wie (Zimt, Kurkuma, Petersilie)
  • Leber und Niere von Schweinen
  • Hefeflocken
  • Amaranth und Hirse
  • Kakaopulver
  • Soja und Linsen
  • Weizenkeime, Petersilie, Sonnenblumenkerne, Haferflocken, Pistazien

Zink

Zink ist ein wichtiges Spurenelement, dass an etlichen Prozessen im Körper beteiligt ist. Fehlt Zink, sind viele dieser Funktionen stark eingeschränkt oder verbesserungsfähig.
Ein gesunder Stoffwechsel ist auf 10 – 25 mg Zink pro Tag angewiesen.

Zink ist an über 300 Enzymen beteiligt. Zudem spielt es eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Hormonen. Das Glückshormon Serotonin wird nämlich aus Zink und Tryptophan gebildet.

Zink ist auch für seine Bedeutung für ein starkes Immunsystem bekannt. Es ist aktiv an vielen Prozessen beteiligt, die für ein gesundes und starkes Immunsystem sorgen. Zink schützt den Körper aber auch bei akuten Erkrankungen. So wirkt Zink direkt gegen Viren, in dem es deren Vermehrung verlangsamt. Die Schleimhäute werden so durch die Besiedelung mit Viren geschützt. Wird Zink bei einer Erkältung eingenommen, klingt diese schneller ab. Zink kann somit den Einsatz von Antibiotika reduzieren.

Dafür sind kurzfristige Überdosierungen von Zink kein Problem. Bis zu 50 mg Zink pro Tag können laut Studien während Erkältungen eingenommen werden.

Zink schützt vor freien Radikalen, in dem es am Aufbau von körpereigenen Enzymen beteiligt ist, die wiederum als Antioxidantien dienen.

Zink kann unterstützend beim Abnehmen wirken, weil es für die Herstellung von Testosteron gebraucht wird. Zudem hemmt Zink die Aromatase. Ein Prozess, bei dem Testosteron in Östrogene umgewandelt wird.

Zink verbessert die Fruchtbarkeit, indem es für mehr Spermien sorgt, die auch noch beweglicher sind. Zinkmangel ist typisch bei Männern, denen der Kinderwunsch verwehrt bleibt.

Zink ist am Eiweißaufbau beteiligt. Zusätzliches Zink verbessert das Immunsystem, Muskelwachstum, die Produktion von Enzymen und Hormonen und lässt unterstützt Körperzellen für Haut, Haare und Nägel. Brüchige Haare und Nägel, weiße Flecken auf den Nägeln, rissige Mundwinkel und häufige Infekte sind Anzeichen für einen Zinkmangel.

Sidebar - Gesunde Ernährung