Depressionen

Alleine in Deutschland leiden Millionen Menschen an Depressionen. Während früher psychische Probleme oft belächelt wurden, werden Krankheiten wie Depressionen heutzutage zum Glück ernst genommen. Trotzdem trauen sich viele Betroffene nicht zum Arzt zu gehen, was ein großer Fehler ist.
Denn zum einen muss sich niemand für psychische Leiden schämen. Sich einzugestehen, dass etwas nicht stimmt und sich helfen zu lassen ist eine große Stärke. Zum anderen können Depressionen heute gut mit verschiedenen Therapie behandelt werden.

In diesem Artikel soll lediglich auf den (wohlgemerkt kleineren) Aspekt der Ernährung im Zusammenhang mit Depressionen eingegangen werden.

Wie jeder weiß sind oft die Lebensumstände, einschneidende Ereignisse oder Reaktionen auf Stress Auslöser für Depressionen. Es gibt jedoch auch körperliche Auslöser oder Erkrankungen als Auslöser von Depressionen.

Bei Depressionen liegt oft ein Mangel der (Glücks-)Hormone Serotonin bzw. Noradrenalin im Gehirn vor. Das schlägt sich in Form von negativen Gefühlen und Gedanken in der Stimmung des Betroffenen vor.
Depressionen sind also auch eine Stoffwechselstörung im Gehirn. Die richtigen Hormone liegen nicht mehr in ausreichender Konzentration vor.

Gegen Depressionen gibt es neben den herkömmlichen Therapien drei weitere Ansätze zur Verbesserung der Symptome, die lauten:

  • Ausdauersport
  • so gesund wie möglich ernähren
  • Serotoninsynthese optimieren

Ausdauersport gegen Depressionen

Es hat sich gezeigt, dass Ausdauersport und speziell Laufen gegen Depressionen hilft. Bei langsamem Laufen steigt der Serotonin-Spiegel im Blut an.
Eine der stärksten Waffen gegen Depressionen und die Verfügbarkeit von den benötigten Hormonen im Gehirn wieder zu gewährleisten ist also Ausdauersport.

Omega-3 gegen Depressionen

In mehreren Studien konnten Zusammenhänge zwischen einem Omega-3-Mangel und Depressionen festgestellt werden. Omega-3-Fettsäuren verbesserten Effekte einer Psychotherapie sowie den Symptomrückgang bei Antidepressiva.
Da Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA im Gehirn eingebaut werden, lässt sich vermuten, dass genau diese Fette dabei helfen können Depressionen vorzubeugen.

Eine gesunde Ernährung gegen Depressionen

Viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind an Stoffwechselfunktionen des Gehirns beteiligt. Zink wird beispielsweise benötigt, um aus Tryptophan das Glückshormon Serotonin herzustellen. Während Tryptophan und Zink auch supplementiert werden können, macht es natürlich Sinn sich so gesund und nährstoffreich wie möglich zu ernähren.
So kann garantiert werden, kein Mangel an wichtigen Vitalstoffen zu leiden, die möglicherweise Auswirkungen bei Depressionen haben.

Wie bereits erwähnt können Omega-3-Fettsäuren dabei helfen die Symptome von Depressionen zu lindern. Auch ein Vitamin B3-Mangel (Pellagra genannt) kann Depressionen begünstigen und spielt bei weiteren psychischen Störungen wie Psychosen, Schlaflosigkeit, Müdigkeit, Angstzuständen und eben Depressionen eine Rolle.

Bei bestehenden Depressionen oder um Depressionen vorzubeugen sollte also auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung geachtet werden. Dazu zählt eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß, hochwertigen Fetten und vielen Vitalstoffen aus Obst und Gemüse.

Sonnenlicht gegen Depressionen

Sonnenlicht hilft gegen Depressionen. Dazu muss nicht einmal die Sonne scheinen. Auch bereits der Aufenthalt an der frischen Luft kann dazu beitragen den Serotonin-Spiegel anzuheben.
Dunkeltheit wandelt Serotonin zum Schlafhormon Melatonin um, was dazu führt, dass man müde wird.

Eine Lichttherapie kann (gerade im Winter) nicht nur bei Depressionen Wunder wirken. Dazu können spezielle UV-Lampen verwendet werden, deren Lichtfarbe dem der Sonne ähnelt. Die Wirkung auf den Körper ist identisch. Auch die Vitamin D-Produktion wird in Gang gesetzt.

Beim Laufen an der frischen Luft verstärken sich die Synergieeffekte. Zum einen hebt sich das Serotonin-Level durch den Ausdauersport. Das UV-Licht verstärkt diesen Effekt und hilft Betroffenen dadurch doppelt.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt sind neben Krebs die häufigste Todesursache in der westlichen Welt.
Sie stehen im Zusammenhang mit chronischen Entzündungen und sind daher sehr stark abhängig vom Lebensstil, der Bewegung sowie der Ernährung.

Zwar können gewisse Gene Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein, so lassen sich diese laut Epigenetik aber durch einen gesunden Lebensstil an- bzw. abschalten.

Entzündungen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Zahlreiche Veränderungen an der Ernährung können dafür sorgen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren. Da Herzinfarkt und Schlaganfall mit Entzündungen in Verbindung gebracht werden sollte die Ernährung dafür sorgen solche Entzündungen zu vermeiden. Lebensmittel die inflammatorisch (also entzündlich) auf den Körper wirken, sollten deutlich verringert oder sogar komplett vermieden werden. Dazu zählen:

  • Fleisch aus Massentierhaltung
  • Getreide (vor allem glutenhaltiges Getreide)
  • stark verarbeitete Lebensmittel
  • Fertigprodukte
  • Milchprodukte
  • Zusatzstoffe und Konservierungsstoffe
  • Alkohol

Viel Obst (Zitronensaft) und Gemüse (grüne Blattgemüse), Kräuter und Gewürze (Zwiebel & Knoblauch) senken hingegen Entzündungen im Körper.

gesunde Fette verhindern Herzinfarkt und Schlaganfall

Gesunde Fette wie einfach ungesättigte Fette aus dem Olivenöl sowie Omega-3 Fette verringern das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gerade Omega-3 wirkt auf mehreren Ebenen sehr stark einer Herz-Kreislauf-Erkrankung entgegen. Bei einem niedrigen Omega-3-Index ist das Risiko für einen plötzlichen Herztod zehnfach höher.

Sport verringert Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Viel Bewegung hat sehr positive Auswirkungen auf die Gesundheit des Herzens und der Blutgefäße. Beim Joggen bzw. Ausdauersport werden z.B. aufgrund der Belastung zusätzliche Herzkrankzgefäße gebildet, die Herzinfarkte effektiv verhindern können.

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