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Sind Oliven gesund?

Oliven gesund

Als dauerhafter Bestandteil der Ernährung können Oliven in beeindruckendem Umfang dazu beitragen, dass keine Nährstoffdefizite auftreten. Darüber hinaus hat der Verzehr von Oliven einen zusätzlichen gesundheitlichen Mehrwert.
Aufgrund der einzigartigen Nährstoffzusammensetzung ist der Verzehr von Oliven besonders gesundheitsfördernd.

Oliven werden als Früchte des Olivenbaumes Olea europaea seit Jahrtausenden im Mittelmeerraum als Nahrungsmittel angebaut. Bereits damals war schon bekannt, dass Oliven gesund sind. Es gibt mittlerweile etwa 1000 verschiedene Olivensorten. Die Bäume besitzen eine erstaunliche Widerstandsfähigkeit können bis zu tausend Jahre alt werden. Die bis zu einer Höhe von 2 Metern wachsenden Olivenbäume verfügen über dunkelgrüne Blätter und Meter tief in die Erde ragende Wurzeln. Weltweit werden jährlich etwa 16,5 Millionen Tonnen Oliven geerntet. Zu den Hauptanbauländern zählen Spanien, Italien und Griechenland sowie die Türkei und Marokko.

Oliven Inhaltsstoffe

Die mediterrane Steinfrucht enthält neben Kohlenhydraten, gesunden Fettsäuren und Eiweiße insbesondere:

Außerdem verfügen die ballaststoffhaltigen Oliven über wertvolle Antioxidantien:

  • Phenolverbindungen wie Oleuropein, Tyrosol oder Hydroxytyrosol
  • Flavonoide wie Apigenin
  • Hydroxyzimtsäuren wie Kaffee- oder Kuminsäure
  • Hydroxybenzoesäuren wie Vanillin- oder Gallussäure
  • Anthocyanidine wie Peonidine oder Cyanidine

Dabei nehmen auch Verarbeitungsmethoden Einfluss auf die Inhaltsstoffe der Oliven. Gemäß einem Ergebnis griechischer Forscher ist der Gehalt an Oleuropein bei Oliven, deren Konservierung durch trockenes Einsalzen erfolgen, deutlich höher. Alte Olivensorten sind widerstandsfähiger und weniger schädlingsanfällig. Sie sind mit einem höheren Anteil an sekundären Pflanzenstoffen ausgestattet.

Oliven sind gesund – wertvolle Antioxidantien

Besonders die Wirkung der Antioxidantien macht deutlich, dass in erheblichem Umfang Oliven gesund sind. Oleuropein wirkt gegen Entzündungen und Bluthochdruck sowie Bakterien, Viren und Parasiten. Es trägt zur Weitung der Gefäße bei, unterstützt die Herz-Kreislauf-Funktion und senkt den Blutzuckergehalt des Körpers. Außerdem wirkt Oleuropein Krebserkrankungen entgegen und stärkt das Immunsystem.

Als antioxidative Stoff schützt auch Hydroxytyrosol mit einem 100-mal stärkeren Wirkungsgehalt als Vitamin C vor freien Radikalen und damit vor Krebs und Entzündungen. Die natürliche Weitung von Blutgefäßen aufgrund der Ölsäure schützt erwiesenermaßen das Herz durch die Verhinderung von Bluthochdruck und Arterienverkalkung. Eine unterstützende Rolle spielt hierbei auch der Wirkstoff Oleocanthal. Immer mehr Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass hierdurch auch einer Alzheimer-Erkrankung entgegengewirkt werden kann.
Sekundäre Pflanzenfarbstoffe wie Glykoside schützen Leber und Galle.

Olivenöl ist gesundOliven & Olivenöl sind gut für das Herz

Olivenöl enthält hauptsächlich einfach ungesättigte Fette. Diese Fettsäuren sind es, die die Olive so gesund machen. Einfach ungesättigte Fettsäuren senken das „schlechte“ LDL-Cholesterin und normalisieren den Cholesterinspiegel. Das LDL-Cholesterin setzt sich an den Innenwänden von Blutgefässen ab und verstopft sie. Das kann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Herzinfarkt führen. Wer viele Oliven bzw. Olivenöl isst beugt also Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

Einfach ungesättigte Fette sind im Gegensatz zu den oft als sehr gesund angepriesenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren viel stabiler und oxidieren nicht so leicht in den Blutgefäßen, was die besondere Schutzwirkung von Olivenöl auf unsere Gesundheit erklärt.

Olivenöl sollte immer nativ gekauft werden. Das ist zwar teurer, bedeutet aber, dass das Olivenöl nicht raffiniert, weiterbehandelt oder gemischt wurde. Dadurch kann garantiert werden, dass viele Antioxidantien und nützliche Pflanzenstoffe noch im Olivenöl enthalten sind.

Weitere positive Inhaltsstoffe

Bitterstoffe machen die Olive noch gesünder. Bei schwarzen Oliven verringern sich die Bitterstoffe im Reifeprozess am Baum. Die Bitterstoffe stimulieren Verdauungsorgane und wirken leicht appetitanregend. Sie steigern die Tätigkeit der Galle, was zu einer verbesserten Verdauung führt. Oliven enthalten vor allem viel Vitamin E, was auch noch in nativem Olivenöl enthalten ist. Vitamin E unterstützt das Immunsystem und fängt freie Radikale ab. Damit schützt es das Öl in den Blutgefäßen – und die Zellen selbst – vor dem Ranzigwerden und beugt somit Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Die zahlreichen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente der Olive tragen zu einer guten Mikronährstoff-Versorgung bei.

Oliven als SnackOliven bereichern die Alltagsernährung in zahlreichen Versionen

Oliven sollten häufiger auf dem Speiseplan stehen. Nicht nur weil sie gesund sind, sondern auch in vielfältiger Form mehr Abwechslung in die Ernährung bringen können. Oliven haben einen exklusiven Geschmack. Sie sind gut verträglich und haltbar. Als Pausensnack können Oliven als Brotaufstrich oder als Bestandteil eines leckeren mediterranen Salats genussvoll verzehrt werden.
Die südländische Frucht kann ideenreich mit Frischkäse, Mandeln oder einer Creme aus gegrillter Paprika gefüllt werden. Oliven können als variantenreiche Füllungen Gebäck wie Brot oder Baguette bereichern. Gebratene Oliven können auch in Schinken eingewickelt werden. Als Vorspeisen und Beilagen im Kombination mit gewürfeltem Schafskäse, getrockneten Tomaten, Öl und Kräutern sind Oliven ein Highlight. Schwarze Oliven überzeugen auch Skeptiker, die Oliven aufgrund ihres Geschmacks und der enthaltenen Bitterstoffe gemieden haben. Spätestens im zweiten Versuch werden meistens neue Freundschaften zwischen Oliven und Gaumen geschlossen. In zahlreichen Gerichten im mediterranen Stil sind Oliven als bewährte Nahrungsklassiker nicht wegzudenken. Dips und Pasten aus Oliven sind das Besondere auf jeder Party.

Eingelegte Oliven eignen sich ideal als Snack für zwischendurch. Anstatt gerösteter Erdnüsse oder Chips sollte man einfach ein paar Oliven naschen. Oliven haben zwar auch viele Kalorien (100 g grüne Oliven: ca. 150 kcal, 100 g schwarze Oliven: ca. 350kcal) aber immernoch deutlich weniger als Chips und Salzstangen und sind somit eine prima Alternative zu herkömmlichen Snacks. Oliven enthalten zusätzlich auch die wesentlich wertvolleren Inhaltsstoffe, die positive Auswirkungen auf unseren Körper haben.

Olivensorten

Die verschiedenen Olivensorten unterscheiden sich in Form, Größe und Farbton sowie im Geschmack. Wetterunterschiede und die Mineralstoffzusammensetzung der Bodenbeschaffenheit wirken sich ebenfalls auf das Aroma aus. Allgemein erfolgt eine Unterscheidung in Tafel- und Ölsorten. Dabei werden die größeren Tafeloliven für den Verzehr vorgesehen. Für Ölsorten ist ein höherer Fettgehalt charakteristisch.

Zu den bekanntesten Olivensorten zählen Manzanilla, Kalamata und Throuba Thassou. Die Manzanilla-Olive hat den weltweit höchsten Verbreitungsgrad. Sie wird hauptsächlich in Spanien angebaut, wirkt wie ein kleiner Apfel auffallend rundlich und überzeugt durch ein typisch herbes Aroma.
Kalamata ist die bekannteste griechische Olivensorte. Die feste Schale ist rotbraun bis schwarz. Die Oliven mit der Form von Mandeln enthalten einen beachtlichen Anteil an Hydroxytyrosol.
Throuba Thassou wird ausschließlich auf der griechischen Insel Thassos angebaut. Viele der fast 1000 Jahre alten Olivenbäume benötigen kein Düngemittel.

Die Farbtöne von Oliven werden durch verschiedene Faktoren bestimmt. Neben den Sortenunterschieden erhalten Oliven ihre Farbe durch den Reifeprozess. Je nach Reifegrad zeigen die Früchte eine violette, braune oder schwarze Färbung. Außerdem können Oliven auch durch Eisensalze künstlich eingefärbt werden. Hierbei färbt sich auch der ansonsten grüne Kern schwarz. Zur Reduzierung des hohen Bitterstoffgehalts werden die grünen Oliven mit Natronlauge behandelt und in einer Salzlösung durch Milchsäurebakterien und einen Gärungsprozess haltbar gemacht. Bei schwarzen Oliven bauen sich Bitterstoffe bereits mit zunehmender Reife am Baum ab.

Geschrieben von Stephan Depta

Seit knapp 10 Jahren beschäftigt sich Stephan Depta schon mit Ernährung und den Auswirkungen von gesundem Essen auf den menschlichen Körper. Er ist zudem begeisterter Sportfan und immer auf der Suche nach Neuigkeiten zum Thema Ernährung und Fitness.

Die hier dargestellten Inhalte werden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und sind lediglich zur allgemeinen Weiterbildung und für interessierte Leser zur Fortbildung gedacht. Sie stellen keine Behandlungsempfehlung dar, noch sind sie als Diagnose- oder Therapieanweisung zu verstehen. Die Inhalte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der dargestellten Informationen. Ebenfalls ersetzen die Inhalte keine Beratung durch einen Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker und dienen nicht als Grundlage zur Eigendiagnose. Bei Verdacht auf eine Erkrankung konsultieren Sie immer den Arzt Ihres Vertrauens. Essen-Gesundheit und seine Autoren übernehmen keine Haftung für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die direkt oder indirekt aus der Anwendung der hier dargestellten Angaben entstehen.
Aktualisiert am: 25. August 2018

Kategorien Lebensmittel

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