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Ingwer: Ideales gegen Schmerzen & zum Abnehmen

Ingwer zum Abnehmen

Ingwer ist eine tropische Staude, deren Wurzel sehr viele positive gesundheitliche Wirkungen aufweist. Die traditionelle Naturheilmedizin in China, Indien und Japan wendet die Knolle bereits seit etwa 3000 Jahren mit Erfolg gegen Schmerzen aller Art an. Auch bei Erbrechen und Übelkeit, Erkältung, Husten, Magen-Darm-Problemen, Migräne sowie Gelenkbeschwerden findet Ingwer Anwendung. Die scharfaromatische Wurzel trägt außerdem zur Entschlackung bei und eignet sich sehr gut zum Abnehmen.

Ätherische Öle verleihen dem Ingwer Wirkung

Wissenschaftliche Studien in großer Zahl haben die heilenden Qualitäten dieser Pflanze mittlerweile bestätigt. Jüngst wurden sogar die schmerzlindernden Eigenschaften bei großer Muskelüberanstrengung nachgewiesen. Ingwer kann sowohl mehrfach am Tag in rohem Zustand als auch mit heißem Wasser aufgegossen verzehrt werden. Die gelbliche Wurzel enthält verschiedene ätherische Öle, welche bei Aromatherapien eingesetzt werden. Eisen, Kalium, Kalzium, Natrium, Phosphor sowie Vitamin C und B6 kommen ebenfalls in nennenswerter Menge vor, geben dem Ingwer Wirkung.

Mit seinen Scharfstoffen hält Ingwer gesund

Ein sehr auffälliger Wirkstoff in der Knolle ist Gingerol. Dieser Scharfstoff kommt im Ingwer auf dreifache Art vor. Den Gingerolen wird eine anti-krebserregende Wirkkraft zugeschrieben. Darüber hinaus können sie Entzündungen entgegenwirken sowie unerwünschte Immunreaktionen verhindern. Gingerole besitzen Wirkstoffe, die denen im Aspirin ähneln. Diese Enzyme bekämpfen beispielsweise Kopfschmerzen beziehungswese Migräne. Auch bei Halsschmerzen macht Ingwer gesund und führt Linderung herbei. Gingerol kann daneben unterstützend bei der Therapie von Darm- und auch Hautkrebs verwendet werden. Gute Wirkeigenschaften dieser Substanzen sind auch bei rheumatischer Arthritis bekannt.

Positive Effekte für Verdauung und Stoffwechsel

Wenn die Ingwerwurzel trocknen gelassen wird, bilden sich aus den Gingerolen sogenannte Shoagole. Deren antikarzinogene Wirkung soll laut wissenschaftlichen Untersuchungen sogar noch stärker sein. Getrockneter Ingwer oder gemahlenes Pulver aus der Knolle stimuliert außerdem die Magensäureproduktion. So kann die Verdauung gefördert, der Stoffwechsel angeregt werden. Generell wird durch Shoagole die Durchblutung verbessert. Folglich werden Ablagerungen in den Blutgefäßen vermieden, was Herz- und Kreislauferkrankungen vorbeugt. Ingwer hat daneben antioxidative Wirkungen. Beispielsweise werden sogenannte Freie Radikale gehemmt, die Alterungs- und Veränderungsprozesse in den Zellen beschleunigen können.

Die Knolle wirkt direkt auf Magen und Darm

Dass Ingwer Übelkeit gut zu bekämpfen vermag, erklärt sich aus seiner direkten Wirkung auf den Magen-Darm-Bereich. Bei See- und Reisekrankheit werden so die unangenehmsten Folgen gemildert. Auch Übelkeit nach einer Operation oder während der Schwangerschaft lässt sich mit Ingwer leichter ertragen. Schwangere sollten Ingwer aber nur in kleineren Mengen zu sich nehmen, weil sonst möglicherweise Wehen ausgelöst werden. Optimal für jeden gesunden Menschen ist eine Verzehrmenge von 50 Gramm pro Tag. In Pulverform entspricht das etwa fünf Gramm täglich. Bei dieser Dosis sind keine nennenswerten Nebenwirkungen zu befürchten. Größere Mengen ziehen aber womöglich Blähungen, Durchfall und Sodbrennen nach sich. Ingwer ist darüber hinaus Blutverdünner, was in Kombination mit entsprechenden Medikamenten Komplikationen herbeiführen kann.

Muskelbeschwerden aller Art werden gelindert

Die Wirksamkeit von Ingwer gegen Arthrose ergibt sich aus der Fähigkeit spezieller Inhaltsstoffe, entzündungsfördernde Substanzen in den Gelenken zu blockieren. Eine Arthrose geht mit Knorpelabbau einher, der von lokalen Entzündungen noch verstärkt wird. So entstehen die Schmerzen, Schwellungen und Blockaden in den Gelenken. Ingwer kann diese zumindest einschränken. Sportler können mit Ingwer Muskelkater und -schmerzen besser in den Griff bekommen. Optimal ist eine kleine Menge der Wurzelknolle zwei Stunden vor dem Wettkampf beziehungsweise einer intensiven Trainingseinheit. Die regelmäßige Einnahme von Ingwer ermöglicht ein härteres Training. Für Langstreckenläufer ist es darüber hinaus von Vorteil, dass Ingwer den Magen beruhigt.

Ingwertee mit ZitroneSehr aromatisch: Ingwer-Tee mit frischer Zitrone

Bei der Zubereitung von Ingwer gibt es viele Möglichkeiten. Ihnen allen gleich sind wirklich beachtliche Effekte beim Abnehmen. Die Knolle kann in kleinen Scheiben geschält roh gegessen, aber auch gerieben oder getrocknet verzehrt werden. Sehr aromatisch ist ein Ingwer-Tee, dem etwas frische Zitrone zugesetzt wird. Dieses Getränk sollte aber zehn Minuten ziehen gelassen werden. Ingwer eignet sich auch gut als Zutat für Shakes und Smoothies. Dafür sollte ein daumennagelgroßes Stück in jeweils 750 Milliliter eingemixt werden.

Von früh bis spät mit Ingwer abnehmen

Ingwer heizt mit seinen Scharfstoffen dem Körper richtig ein und vermag in kurzer Zeit den Kalorienverbrauch zu reduzieren. Die Knolle regt neben der Magensäure auch den Speichelfluss an, wodurch die Verdauung beschleunigt sowie intensiviert wird. Morgens nach dem Aufstehen zwei Tassen frisch gebrühten Ingwer-Tee trinken ist eine vorzügliche Grundlage für jedes Abnehm-Programm. Gleichzeitig wirkt eine solche Kur gründlich entschlackend und wohltuend für das Immunsystem. Ein absoluter Power-Mix ist die Zubereitung mit frischem Ingwer, Honig, etwas Oregano-Öl, gemahlenem Pfeffer und Zitrone. So lässt sich von früh bis spät mit Ingwer abnehmen.

Geschrieben von Stephan Depta

Seit knapp 10 Jahren beschäftigt sich Stephan Depta schon mit Ernährung und den Auswirkungen von gesundem Essen auf den menschlichen Körper. Er ist zudem begeisterter Sportfan und immer auf der Suche nach Neuigkeiten zum Thema Ernährung und Fitness.

Die hier dargestellten Inhalte werden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und sind lediglich zur allgemeinen Weiterbildung und für interessierte Leser zur Fortbildung gedacht. Sie stellen keine Behandlungsempfehlung dar, noch sind sie als Diagnose- oder Therapieanweisung zu verstehen. Die Inhalte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der dargestellten Informationen. Ebenfalls ersetzen die Inhalte keine Beratung durch einen Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker und dienen nicht als Grundlage zur Eigendiagnose. Bei Verdacht auf eine Erkrankung konsultieren Sie immer den Arzt Ihres Vertrauens. Essen-Gesundheit und seine Autoren übernehmen keine Haftung für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die direkt oder indirekt aus der Anwendung der hier dargestellten Angaben entstehen.
Aktualisiert am: 20. November 2018

Kategorien Lebensmittel

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