Ist Feta gesund? Was Du über Nährwerte, Vorteile und täglichen Konsum wissen solltest
Ja, Feta ist ein gesundes Lebensmittel. Er liefert viel Protein, kaum Kohlenhydrate, reichlich Calcium und ist für die meisten Menschen gut verträglich. Der einzige Punkt, den Du im Blick behalten solltest: Der Salzgehalt ist vergleichsweise hoch.
Du hast Feta im Salat, auf dem Grill oder im Ofen gegessen und fragst Dich jetzt, ob das wirklich so eine gute Wahl war? Vielleicht hat Dir jemand gesagt, Feta sei „zu fettig“ oder „zu salzig“, um wirklich gesund zu sein. Oder Du machst gerade Low Carb und überlegst, ob Feta dazu passt.
In diesem Artikel bekommst Du eine klare Antwort: Was in Feta wirklich steckt, wo er punktet, wo ein ehrlicher Nachteil liegt, wie viel Du täglich essen kannst und für wen er besonders geeignet ist.
Kurzantwort: Ja, Feta ist gesund. Er liefert 17 g Protein und rund 400 mg Calcium pro 100 g, hat kaum Kohlenhydrate (0,4 g) und ist praktisch laktosefrei. Der einzige Nachteil ist der Salzgehalt von rund 3 g pro 100 g. In Portionen von 30–60 g lässt er sich problemlos in den Alltag integrieren.
Kurz zusammengefasst
- Feta liefert 17 g Protein pro 100 g bei nur 0,4 g Kohlenhydraten — ideal für Low Carb und zum Sattwerden.
- Der Calciumgehalt ist mit 360–450 mg pro 100 g sehr hoch und kann zur Knochen- und Zahngesundheit beitragen.
- Feta ist praktisch laktosefrei (unter 0,5 g Laktose pro 100 g) und daher für viele Menschen mit Laktoseunverträglichkeit gut verträglich.
- Der Salzgehalt von rund 3 g pro 100 g ist der einzige relevante Nachteil — bei 30–60 g pro Portion aber gut handhabbar.
- Original griechischer Feta (g. U.) aus Schafsmilch ist qualitativ wertvoller als günstiger Hirtenkäse aus Kuhmilch.
Feta Nährwerte auf einen Blick
Bevor wir in die gesundheitliche Bewertung gehen, ein kurzer Blick auf die Zahlen. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Nährwerte für 100 g Feta.
| Nährstoff | Menge pro 100 g | Einordnung |
|---|---|---|
| Energie | 264 kcal | moderat |
| Eiweiß | 17 g | hoch |
| Fett | 21 g | mittel-hoch |
| Kohlenhydrate | 0,4 g | praktisch Null |
| Calcium | 360-450 mg | sehr hoch |
| Phosphor | 360 mg | hoch |
| Salz | rund 3 g | hoch |
| Laktose | unter 0,5 g | sehr niedrig |
| Vitamin A | rund 25 % Tagesbedarf | gut |
| Vitamin B2 | rund 25 % Tagesbedarf | gut |
| Vitamin B3 | rund 25 % Tagesbedarf | gut |
| Zink | vorhanden | relevant |
Quelle: Nährwertdaten nach Bundeslebensmittelschlüssel, naehrwertrechner.de
Wie viel Protein steckt in Feta?
17 g Protein pro 100 g sind ein guter Wert für einen Käse. Zum Vergleich: Gouda enthält rund 25 g Protein, Mozzarella etwa 18 g. Feta liegt damit im mittleren bis guten Bereich. Entscheidend ist aber nicht nur die Menge, sondern die Zusammensetzung. Feta hat ein vollständiges Aminosäureprofil, das Deinem Körper alle essenziellen Bausteine liefert, die er zum Beispiel für Muskelerhalt, Zellreparatur und die Immunfunktion braucht.
Wie viele Kalorien hat Feta?
Die Feta-Kalorien: 264 kcal pro 100 g. Das klingt erst einmal nach viel. In der Praxis isst Du aber selten 100 g Feta auf einmal. Eine typische Portion im Salat oder als Beilage liegt eher bei 30–50 g. Das entspricht 80–130 kcal. Im Kontext einer vollständigen Mahlzeit ist das ein sehr vertretbarer Anteil, zumal der hohe Proteingehalt und der fehlende Zucker für gute Sättigung sorgen.
Was macht Feta gesund? Die wichtigsten Vorteile
Hoher Proteingehalt und gute Sättigungswirkung
Protein macht satt. Das ist keine Ernährungsmythologie, sondern gut belegte Physiologie. Proteinreiche Lebensmittel werden langsamer verdaut als Kohlenhydrate, halten den Blutzuckerspiegel stabiler und reduzieren Heißhungerattacken.
Feta ist mit 17 g Protein pro 100 g ein solider Eiweißlieferant. In einer typischen Portion von 50 g bekommst Du rund 8–9 g Protein. Das ist kein Ersatz für eine vollwertige Proteinmahlzeit, aber eine sinnvolle Ergänzung in Salaten, Eierspeisen oder als Beilage zu Gemüse.
Claudia, 38 Jahre, macht seit einigen Monaten Low Carb. Sie hat Feta als festen Bestandteil in ihr Mittagessen eingebaut: 40 g über gebratenem Gemüse, dazu etwas Olivenöl. Ihr Urteil: „Ich bin danach spürbar länger satt als früher, als ich dasselbe Gericht ohne Käse gegessen habe.“ Das ist kein Zufall. Die Kombination aus Protein und gutem Fett – beides ist in Feta vorhanden — hat eine deutlich höhere Sättigungswirkung als Kohlenhydrate allein.
Praktisch keine Kohlenhydrate — gut für Low Carb und Blutzucker
0,4 g Kohlenhydrate pro 100 g. Das ist in der Ernährungspraxis so gut wie null. Feta hat keinen nennenswerten Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und löst keine Insulinausschüttung aus, die zu einem Nachmittagstief oder erneutem Hunger führen würde.
Das macht ihn zu einem der wenigen Lebensmittel, die sich problemlos in eine kohlenhydratarme Ernährung integrieren lassen. Ob Du Low Carb, ketogen oder einfach bewusster in Bezug auf Zucker und schnelle Kohlenhydrate isst: Feta passt.
Wenn Du mehr darüber verstehen möchtest, welche Kohlenhydrate für Dein Ziel sinnvoll sind und welche nicht, hilft Dir der große Kohlenhydrate-Guide.
Feta, Calcium und Phosphor: gut für Knochen und Zähne
Mit 360–450 mg Calcium pro 100 g ist Feta eine der besten Calciumquellen, die Lebensmittel bieten können. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene rund 1000 mg Calcium täglich. 100 g Feta decken damit etwa 35–45 % dieses Tagesbedarfs.
Wichtig dabei: Calcium wirkt nicht allein. Feta enthält auch rund 360 mg Phosphor pro 100 g. Diese beiden Mineralien arbeiten im Körper zusammen und sind in Kombination besonders effektiv für Knochen, Zähne und die allgemeine Zellfunktion.
Calcium aus Milchprodukten gilt zudem als gut bioverfügbar, das heißt, Dein Körper kann es gut aufnehmen und verwerten.
Praktisch laktosefrei — verträglich für die meisten
Feta reift in Salzlake. Dieser Reifeprozess baut fast alle Laktose ab. Das Ergebnis: Feta enthält in der Regel weniger als 0,5 g Laktose pro 100 g. Das ist ein so niedriger Wert, dass die meisten Menschen mit Laktoseunverträglichkeit Feta ohne Probleme vertragen.
Das ist ein wichtiger Unterschied zu frischen Milchprodukten wie Joghurt oder Frischkäse, die deutlich mehr Laktose enthalten können. Wenn Du laktoseintolerant bist, ist Feta einer der zugänglicheren Käse, die Du ohne Bauchschmerzen genießen kannst.
Wenn Du Dir bei Deiner Verträglichkeit unsicher bist, teste zunächst eine kleine Menge von etwa 20–30 g und beobachte, wie Dein Körper reagiert.
Zink und die Vitamine A, B2 und B3
100 g Feta decken rund 25% Deines täglichen Bedarfs an Vitamin A, Vitamin B2 (Riboflavin) und Vitamin B3 (Niacin). Außerdem enthält Feta Zink, ein Spurenelement, das für das Immunsystem, die Wundheilung und die Hautgesundheit relevant ist.
Diese Mikronährstoffe machen Feta zu mehr als nur einem Protein- und Calciumlieferanten. Er ist ein vergleichsweise nährstoffdichtes Lebensmittel, was bedeutet, dass Du pro Kalorie relativ viele wertvolle Inhaltsstoffe bekommst.
Wenn Du Dich generell für wichtige Mikronährstoffe und ihre Quellen interessierst, findest Du eine umfassende Übersicht in unserem Artikel zu den 47 essenziellen Vitalstoffen.
Der größte Nachteil: der Salzgehalt
Feta ist ein Salzlakekäse. Das Salz gehört zur Herstellung, zur Konservierung und zum typischen Geschmack dazu. Die Kehrseite: Feta enthält rund 3 g Salz pro 100 g. Das ist deutlich mehr als die meisten anderen Käsesorten.
Wie viel Salz steckt wirklich in Feta?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Erwachsene maximal 5 g Salz pro Tag. 100 g Feta decken also bereits 60% dieser Menge. In einer typischen Portion von 50 g sind das rund 1,5 g Salz.
Das klingt alarmierend, ist aber in der Praxis gut handhabbar. Wenn Du 50 g Feta isst, hast Du noch mehr als 3,5 g Salz für den restlichen Tag übrig — genug Spielraum, wenn der Rest Deiner Mahlzeiten nicht zusätzlich stark gesalzen ist.
Was bedeutet das für den täglichen Konsum?
Für gesunde Menschen ohne Bluthochdruck ist der Salzgehalt von Feta kein Problem, solange die Portionsgröße stimmt. 30–60 g pro Mahlzeit sind vertretbar.
Menschen mit Bluthochdruck oder Herzerkrankungen sollten die Salzmenge im Blick behalten und den Gesamtsalzgehalt ihrer Ernährung berücksichtigen. Für sie ist Feta in kleinen Mengen in Ordnung, aber kein Lebensmittel, das täglich in großen Portionen gegessen werden sollte.
Bei Erkrankungen, Bluthochdruck oder ärztlich verordneter Natriumreduktion gilt: Rücksprache mit dem Arzt, bevor Du Feta regelmäßig isst.
Tipp: So reduzierst Du den Salzgehalt
Wenn Dir der Feta zu salzig ist oder Du den Salzgehalt reduzieren möchtest: Leg den Feta vor dem Essen 20–30 Minuten in frisches Wasser. Er verliert dadurch spürbar an Salz, auch wenn er dabei etwas milder im Geschmack wird. Eine einfache Maßnahme mit deutlicher Wirkung.
Feta und Abnehmen — passt das zusammen?
Ja, Feta und Abnehmen passen gut zusammen. Und zwar aus mehreren Gründen.
Gute Protein-Kalorien-Relation. 17 g Protein bei 264 kcal pro 100 g — das ist ein solides Verhältnis. Protein ist der Makronährstoff mit dem stärksten Sättigungseffekt. Wer mehr Protein isst, hat weniger Hunger und neigt weniger zu unkontrolliertem Snacken. Das hilft beim Abnehmen, ohne dass Du ständig Kalorien zählen musst.
Kein Blutzuckerspike. Da Feta praktisch keine Kohlenhydrate enthält, steigt nach dem Essen der Blutzucker nicht an. Das vermeidet das bekannte Muster: schnell essen, kurz satt sein, dann wieder Heißhunger. Lebensmittel ohne Kohlenhydrate unterbrechen diesen Kreislauf.
Praktische Integration. Feta passt in Salate, Eierspeisen, Gemüsepfannen und gebackene Gerichte. Er ist vielseitig einsetzbar, ohne dass Du Deine Mahlzeiten komplett umstrukturieren musst.
Ein konkretes Beispiel aus der Praxis: Thomas, 44 Jahre, wollte abends weniger Kohlenhydrate essen. Statt dem üblichen Brot mit Käse hat er auf Rührei mit Gemüse und Feta umgestellt. Gleiche Sättigung, weniger Kohlenhydrate, mehr Protein. Nach drei Wochen hatte er das Abendessen fest verinnerlicht und das Sättigungsgefühl war deutlich besser geworden.
Feta ist dabei kein Zaubermittel, aber ein sinnvoller Baustein. Er macht satt, passt zu Low Carb, liefert Nährstoffe und schmeckt. Das reicht.
Wenn Du verstehen möchtest, wie Abnehmen grundsätzlich funktioniert und welche Schritte dabei wirklich wichtig sind, lies als Nächstes unseren Grundlagenartikel Wie kann ich abnehmen?
Wie viel Feta täglich essen? Mengenempfehlung
Eine konkrete Empfehlung, die die meisten anderen Artikel schuldig bleiben: 30–60 g Feta pro Mahlzeit sind eine sinnvolle Portionsgröße.
Das entspricht:
- 30 g: ein kleinerer Würfel, rund 80 kcal, 5 g Protein, 0,9 g Salz
- 50 g: eine großzügige Portion im Salat, rund 130 kcal, 8,5 g Protein, 1,5 g Salz
- 60 g: z. B. gebackener Feta als Hauptkomponente, rund 160 kcal, 10 g Protein, 1,8 g Salz
In diesen Mengen ist der Salzgehalt gut in den täglichen Bedarf integrierbar, die Kalorien sind vertretbar und Du profitierst vom Protein- und Calciumgehalt.
Wann eher weniger? Bei Bluthochdruck, Nierenerkrankungen oder wenn Du ohnehin viel Salz über andere Quellen zu Dir nimmst (Wurstwaren, Fertigprodukte, gesalzene Snacks).
Wann ist etwas mehr in Ordnung? Wenn Feta als Proteinquelle in einer ansonsten salzarmen Mahlzeit eingesetzt wird — zum Beispiel im griechischen Salat mit frischem Gemüse und Olivenöl.
Täglich Feta essen ist prinzipiell möglich, wenn die Gesamternährung ausgewogen ist. Es geht nicht darum, einzelne Lebensmittel zu verbieten, sondern den Rahmen zu verstehen.
Feta in der Schwangerschaft — was Du wissen musst
Diese Frage kommt häufig: Ist Feta in der Schwangerschaft sicher? Darf ich ihn essen?
Die Antwort hängt von der Herstellung ab.
Pasteurisierter Feta: unbedenklich. Der allergrößte Teil des Fetas im deutschen Supermarkt wird aus pasteurisierter Milch hergestellt. Dieser ist in der Schwangerschaft problemlos essbar. Die Pasteurisierung tötet Listerien und andere potenziell gefährliche Bakterien ab.
Rohmilch-Feta: meiden. Echter traditioneller Feta aus Rohmilch — wie er in bestimmten griechischen Spezialitätenläden oder auf Märkten angeboten werden kann — sollte in der Schwangerschaft gemieden werden. Listerien können in Rohmilchkäse vorkommen und sind für Schwangere und das ungeborene Kind ein ernstes Risiko.
Wie erkennst Du den Unterschied? Schau auf die Zutatenliste. Steht dort „Rohmilch“ (griechisch: „gala produkeon“), ist Vorsicht geboten. Die meisten im Supermarkt verkauften Feta-Produkte enthalten den Hinweis „aus pasteurisierter Schafsmilch“ oder ähnliches.
Im Zweifelsfall beim Arzt oder der Hebamme nachfragen — die kennen die aktuellen Empfehlungen und Deine individuelle Situation.
Original Feta, Hirtenkäse und Feta light — was ist der Unterschied?
Nicht alles, was im Supermarkt wie Feta aussieht, ist auch echter Feta. Das ist aus gesundheitlicher und geschmacklicher Sicht ein relevanter Unterschied.
| Original Feta (g. U.) | Hirtenkäse | Feta light | |
|---|---|---|---|
| Milchart | Schafsmilch (und max. 30 % Ziegenmilch) | Kuhmilch | meist Kuhmilch |
| Herkunft | Bestimmte Regionen Griechenlands | Überall produzierbar | verschieden |
| Kennzeichnung | „Feta“ mit g. U.-Siegel | „Hirtenkäse“, „Weichkäse in Lake“ | „Feta light“, „Light Käse“ |
| Fettgehalt | ca. 21–26 g pro 100 g | ähnlich oder variabel | reduziert |
| Geschmack | würzig, fest, leicht salzig | milder, weicher | weniger Aroma |
| Proteingehalt | ca. 17 g pro 100 g | ähnlich | etwas weniger |
| Preis | etwas höher | günstiger | variabel |
Unsere Empfehlung: Wenn Du Feta als bewusstes Lebensmittel isst, lohnt sich der originale griechische Feta mit g. U.-Siegel. Das Fettsäureprofil von Schafsmilch unterscheidet sich von Kuhmilch, der Geschmack ist intensiver und der Käse ist fester und cremiger – du brauchst weniger davon, um zufrieden zu sein.
Feta light macht als Variante Sinn, wenn Kalorien ein zentrales Kriterium sind und Du auf Aroma verzichten kannst. Der Unterschied in den Kalorien ist allerdings gering: Light-Varianten haben oft nur 30–50 kcal weniger pro 100 g, bei deutlichem Aroma- und Qualitätsverlust.
Hirtenkäse ist eine günstige Alternative, aber kein echter Ersatz. Er wird aus Kuhmilch hergestellt und darf in der EU nicht als „Feta“ bezeichnet werden. Das g. U.-Siegel schützt den Namen „Feta“ für den originalen griechischen Käse.
Wie Du Feta sinnvoll in den Alltag einbaust
Feta ist eines der vielseitigsten Lebensmittel in der Küche — besonders wenn Du weniger Kohlenhydrate essen oder besser satt werden möchtest. Hier sind vier erprobte Wege, wie Du ihn sinnvoll einsetzt:
Griechischer Salat. Tomaten, Gurken, Oliven, rote Zwiebeln, Olivenöl, Oregano — und 50 g Feta obendrauf. Schnell, sättigend, mediterran. Diese Kombination ist aus ernährungsphysiologischer Sicht besonders günstig: viel Gemüse, gesunde Fette, Protein, kaum Kohlenhydrate.
Gebackener Feta. Ein Block Feta mit etwas Olivenöl, Tomaten und Kräutern im Ofen gebacken. Als warme Mahlzeit mit Gemüse oder als Beilage zu einem Salat funktioniert das ohne großen Aufwand. Durch das Backen wird der Feta cremig und milder, der Salzgehalt bleibt aber erhalten.
Rührei mit Feta. Zwei oder drei Eier, etwas gebratener Paprika oder Spinat, 30 g Feta drübergebröckelt. Das ergibt ein proteinreiches Frühstück oder leichtes Abendessen ohne nennenswerte Kohlenhydrate.
Gemüsepfanne. Zucchini, Aubergine, Paprika, und Tomaten anbraten, mit Gewürzen abschmecken, am Ende Feta drüberbröseln und kurz schmelzen lassen. Schnell, sättigend, farbenfroh. Eine echte Möglichkeit, den Feta als Hauptkomponente in einem Gericht zu nutzen, das ansonsten wenig Protein liefern würde.
Du brauchst keine komplizierten Rezepte. Feta braucht meistens nicht mehr als ein paar frische Zutaten und einen guten Schuss Olivenöl.
FAQ — Häufige Fragen zu Feta
Ist Feta laktosefrei?
Nicht vollständig laktosefrei, aber praktisch laktosefrei. Durch den Reifeprozess in Salzlake wird fast alle Laktose abgebaut. Feta enthält in der Regel unter 0,5 g Laktose pro 100 g. Die meisten Menschen mit Laktoseunverträglichkeit vertragen Feta problemlos. Bei starker Unverträglichkeit hilft ein Test mit einer kleinen Menge.
Kann ich Feta täglich essen?
Ja, in maßvollen Mengen ist das kein Problem. 30–60 g pro Tag sind in einer ausgewogenen Ernährung problemlos integrierbar. Wichtig ist, die Gesamtsalzmenge im Blick zu behalten — also keine großen Fettportionen kombiniert mit viel Wurst, Fertigprodukten oder stark gesalzenen Snacks. Bei Bluthochdruck bitte ärztlich abklären lassen.
Ist Feta besser als Gouda beim Abnehmen?
Beim Abnehmen ist Feta in einigen Punkten vorteilhafter als Gouda. Er hat deutlich weniger Kohlenhydrate (0,4 g vs. rund 2 g bei Gouda), etwas weniger Kalorien pro 100 g (264 kcal vs. rund 350 kcal bei Gouda mit 48% Fett) und einen intensiveren Geschmack — Du brauchst oft weniger davon, um zufrieden zu sein. Gouda hat dafür mehr Protein pro 100 g. Beide Käsesorten können in einer gesunden Ernährung vorkommen. Feta hat aber durch den deutlich niedrigeren Kohlenhydrat- und Kaloriengehalt und den salzigen, intensiven Geschmack Vorteile, wenn es um Gewichtsmanagement geht.
Ist Feta vegan?
Nein. Feta wird aus Schafsmilch hergestellt und ist daher weder vegan noch vegetarisch-lakto, ohne Tierbezug. Vegane Alternativen auf Basis von Cashewnüssen oder Soja existieren, haben aber ein anderes Nährwertprofil und deutlich weniger Protein.
Wie lange ist Feta haltbar?
Ungeöffnet im Originalbehälter mit Salzlake hält sich Feta oft mehrere Wochen bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum. Nach dem Öffnen sollte er vollständig von Salzlake bedeckt im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von ein bis zwei Wochen aufgebraucht werden. Feta ohne Lake trocknet schnell aus und verdirbt früher. Wenn Du etwas Salzlake vom Block abnimmst, kannst Du ihn mit selbstgemachter Salzlake (Wasser und Salz) aufbewahren.
Ist Feta gut für den Muskelaufbau?
Feta kann als Ergänzung zu einer proteinreichen Ernährung beitragen. Mit 17 g Protein pro 100 g und einem vollständigen Aminosäureprofil liefert er die Bausteine, die Muskeln zum Erhalt und Wachstum brauchen. Als alleinige Proteinquelle für Muskelaufbau reicht er aber nicht. Wer gezielt Muskeln aufbauen möchte, sollte Feta kombinieren mit anderen Proteinquellen wie Eiern, Hülsenfrüchten, Fleisch oder Fisch.
Ist Feta gesünder als Mozzarella?
Das kommt auf das Ziel an. Feta hat weniger Kalorien (264 kcal vs. rund 280 kcal bei Mozzarella), deutlich mehr Protein (17 g vs. rund 18 g bei Mozzarella — vergleichbar), aber erheblich mehr Salz. Mozzarella ist milder und hat eine weichere Textur. Für Low Carb und Proteingehalt liegen beide ähnlich. Der entscheidende Vorteil von Feta: Sein intensiver Geschmack bedeutet, dass Du oft weniger davon brauchst, um zufrieden zu sein — was die Gesamtkalorienmenge und Salzmenge pro Mahlzeit reduziert.
Fazit: Feta ist ein empfehlenswertes Lebensmittel — mit klaren Stärken
Feta ist gesund. Das ist die direkte Antwort. Er liefert viel Protein, praktisch keine Kohlenhydrate, große Mengen Calcium und wichtige Vitamine und Spurenelemente. Er ist gut verträglich, laktosearm und passt zu einer Vielzahl von Mahlzeiten.
Der Salzgehalt ist real und sollte nicht ignoriert werden. Aber in Portionen von 30–60 g pro Mahlzeit ist er in einem normalen Ernährungsrahmen gut handhabbar.
Wenn Du bewusster essen, Kohlenhydrate reduzieren oder einfach mit gutem Gewissen ein sättigendes, nährstoffreiches Lebensmittel in Deinen Alltag integrieren möchtest, ist Feta eine solide Wahl. Besonders der originale griechische Feta mit g. U.-Siegel aus Schafsmilch ist qualitativ einem günstigen Hirtenkäse aus Kuhmilch vorzuziehen.
Feta im Salat, auf dem Grill oder aus dem Ofen — mach es. Achte auf die Menge. Und kombiniere ihn mit frischem Gemüse, gutem Öl und wenig stark verarbeiteten Zutaten.
Wenn Du Deine Ernährung weiter ausrichten möchtest, schau Dir weitere gesunde Lebensmittel und ihre Wirkung in unserem Lebensmittel-Ratgeber an. Und wenn Knoblauch Dich interessiert — ein weiteres mediterranes Lebensmittel mit gut untersuchten Inhaltsstoffen — lies als Nächstes die gesunde Wirkung von Knoblauch.
Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen der allgemeinen Ernährungsinformation und ersetzen keine ärztliche oder therapeutische Beratung. Bei Erkrankungen, Schwangerschaft, Bluthochdruck, Nierenerkrankungen oder Unverträglichkeiten bitte ärztlichen Rat einholen.
Autor: Stephan Depta — Autor und Co-Autor mehrerer Ernährungs- und Gesundheitsratgeber, langjährige Arbeit im Bereich Ernährung und Abnehmen.
Quellen
- Bundeslebensmittelschlüssel / naehrwertrechner.de: Nährwertdaten Feta
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwert Calcium 1000 mg/Tag für Erwachsene
- Weltgesundheitsorganisation (WHO): Empfehlung max. 5 g Salz pro Tag
- ÖKO-TEST: Feta und Schafskäse im Test (Tierwohl, Inhaltsstoffe)


Dein Kommentar
An Diskussion beteiligen?Hinterlassen Sie uns Ihren Kommentar!